Nikon 1 Systemtest

Nikon 1 Systemtest

 

Sie gehören zweifellos zu den schnellsten Systemkameras am Markt: Die Nikon 1 Modelle.

Mittlerweile bietet Nikon zu den Kameras eine Objektivpalette an, die vom Weitwinkelzoom, über Standardzooms und Superzooms bis hin zu lichtstarken Festbrennweiten reicht. Wir haben für Sie die aktuellen Highlights im Objektivprogramm unter die Lupe genommen. Unsere Testkamera war eine Nikon 1 V2, sozusagen das Professionellste, was derzeit im Nikon 1 Segment zu haben ist.

 

 

1. Die Kamera

Die Nikon 1 V2 ist auf den ersten Blick keine "hübsche" Kamera. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich gut streiten. Nicht streiten lässt sich jedoch über das Gefühl, das die Kamera in der Hand auslöst. Sie ist leicht und nicht zu leicht, sie fühlt sich wertig, kompakt und widerstandsfähig an. Ihr Magnesiumgehäuse vermittelt ein sicheres, professionelles Gefühl in bester Nikon Tradition.

Der Autofoikus arbeitet rasend schnell und treffsicher (dank AF Hilfslicht auch in dunklen Umgebungen). Die Belichtungsmessung ist Güteklasse 1, ebenso wie die gesamte Bedienung der Tasten und Rädchen an der Kamera.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Kameramenü, das von den DSLR-Nikons klar abweicht. Entgegen der Entwicklung bei modernen Kameras immer mehr Funktionen in die Fotoapparate zu packen und so teilweise auch für Verwirrung bei den FotografInnen zu sorgen, bietet die V2 ein durch und durch sinnvolles Feature Set. Dies mündet in einem übersichtlichen Menü, das schnell gelernt ist.

Über die technische Bildqualität der Nikon 1 Modelle wurde bereits viel geschrieben. Der im Vergleich mit anderen Systemkameras kleine Sensors (in der V2 hat dieser 14,2 Megapixel) liefert bei Tageslicht scharfe, brillante Bilder. In den Abendstunden und in Innenräumen tendieren die Aufnahmen zu stärkerem Rauschen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich das Rauschen bei Aufnahmen mit höheren ISO-werten durchaus gut unter Kontrolle bringen lässt. Die beste Möglichkeit, Rauschen zu vermeiden bzw. zu reduzieren ist sicher die Verwendung lichtstarker Objektive, wie dem 18,5/1.8 oder dem neuen 32/1.2.

Die folgende Aufnahme wurde mit dem erwähnten 1 Nikkor 18,5mm/1.8 bei ISO 2.000 gemacht (zum Vergrößern anklicken):


2. Die Objektive

Beginnen wir bei den Zoomobjektiven:

Das universellste Objektiv für die Nikon 1 Modelle ist das 1 Nikkor 10-100/4-5.6 VR. Es umfasst einen Brennweitenbereich von umgerechnet auf Kleinbild 27-270mm, reicht also vom leichten Weitwinkel bis zum starken Tele. Damit wird es zum perfekten Reisezoom. Um den großen Brennweitenumfang darzustellen, hier zwei Fotos bei voller Weitwinkel- und bei voller Telestellung (zum Vergrößern anklicken!):

 

 

 

Wie Sie sehen liefert das Objektiv scharfe, brillante Bilder. Die Verzeichnung lässt sich wunderbar entweder kameraintern oder in der späteren Bildbearbeitung herauskorrigieren.

Unserer Meinung nach ist das 10-100 ein ausgezeichnetes Allround-Objektiv, ob für die Reise oder sogar für Pressearbeit untertags. Für die Abendstunden ist es aufgrund einer bescheidenen Lichtstärke nicht geeignet.

Im Folgenden weitere Fotos mit dem 10-100:

 


Ein kleines Highlight im Objektivprogramm vom Nikon 1 System ist das 1 Nikkor 6,7-13/3.5-5.6 VR. Umgerechnet auf Kleinbild bietet es einen Brennweitenbereich von 18-35mm.

Auch dieses Objektiv liefert knackscharfe Bilder von hoher Brillanz.

Außerdem ist es ein kompaktes Landschafts- und Reportage-Objekiv.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Bilder, die wir am Judenburger Stadtfest damit gemacht haben (zum Vergrößern anklicken!). Die Vignettierung am letzten Foto wurde in der Nachbearbeitung hinzugefügt, um die Bildwirkung auf den Stadtturm hin zu verstärken - kommt also nicht vom Objektiv:

 

 


Wir kommen nun zu den beiden Festbrennweiten im Test. Zunächst das

1 Nikkor 18,5/1.8 - umgerechnet auf Kleinbild ergeben die Werte eine Brennweite von 50mm. Wir haben es also mit einem sogenannten "Normalobjektiv" zu tun. Es eignet sich hervorragend für Aufnahmen in natürlicher Perspektive, von Stadtansichten bis hin zu Menschen. Mit der Lichtstärke von f1:1,8 kann man bereits ein wenig mit Hintergrundunschärfe spielen, was besonders bei Porträts ein wichtiges Gestaltungselement ist.

Bereits bei der Anfangsöffnung von f1,8 ist das Objektiv scharf und brillant. Dies ist auch ein großer Vorteil der Kameras mit kleineren Sensoren: Die Objektive können mit geringerem Aufwand besser korrigiert werden, was zu kleineren und leistbaren Objektiven führt.

Im Folgenden einige Fotos mit dem Nikon 1 Normalobjektiv an der V2 (zum Vergrößern anklicken!):

Weitere Fotos mit dem 18,5mm Objektiv finden Sie hier!

 


Und nun kommen wir zu dem im Moment vielleicht herrlichsten Nikon 1 Objektiv. Es vereint hervorragende Bildqualität von der Anfangsöffnung weg mit einer äußerst wertigen Anmutung:

Das 1 Nikkor 32/1,2

In Kleinbild-Maßstäben gerechnet ist es ein 86mm Objektiv, also ein leichtes Tele, das sich bestens für Porträts und als Zweitobjektiv für Events eignet. Mit seiner hohen Lichtstärke von f1:1,2 lässt sich der Vorder- und Hintergrund wunderbar freistellen. Die optische wie die haptische Qualität machen dieses Objektiv zu einem "Must have".

Im Folgenden einige Fotos ebenfalls vom Judenburger Stadtfest (zum Vergrößern anklicken!):

 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen ein wenig Gusto machen, sich das Nikon 1 System mal näher anzusehen. Es lebt durch seine Kompaktheit, seine unkomplizierte und schnelle Handhabung und mittlerweile durch eine wirklich gute Objektivpalette.


Alle Fotos (C) Wolfgang Spekner 2013




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