Die Fuji X-M1 im Schnelltest

Fuji X-M1 im Schnelltest!

 

Fuji hat sich im digitalen Foto-Zeitalter als Marke für Digitalkameras mit hervorragenden Sensoren bekannt gemacht. Mit den Systemkameras der X-Reihe (X-Pro1, X-E1 und nunmehr X-M1) zählt Fuji zum Besten, was es in Hinblick auf Bildqualität im Segment der spiegellosen Systemkameras zu kaufen gibt.

Fuji ist seit jeher den Weg gegangen, zunächst ein möglichst professionelles und damit auch teures Modell (X-Pro1) einzuführen und erst nach und nach günstigere Modelle auf den Markt zu bringen.

Die X-M1 ist das aktuelle Einstiegsmodell in die Welt der Fuji X-Reihe. Mit dem oben abgebildeten 16-50mm-Objektiv (24-75mm in Kleinbild) kostet sie gerademal EUR 799,- und ist so ein attraktives Angebot im oberen Einstiegskamera-Segment.

Was an der X-M1 sofort auffällt, ist, dass es die erste Fuji X-Kamera ohne integrierten Sucher ist. Tatsächlich gibt es auch optional keinen Sucher für die Kamera. So müssen wir ausschließlich über den Monitor der Kamera fotografieren. Erstmals kommt hier ein nach oben und unten neigbarer Monitor zum Einsatz, mit dem es sofort Spaß macht, ungewöhnliche Perspektiven als Gestaltungselement einzusetzen. Knapp über dem Boden oder hoch in der Luft zu fotografieren, macht mit der X-M1 viel Spaß.

Das Gehäuse selbst macht einen wertigen Eindruck, auch wenn es deutlich leichter als die anderen Fuji-Modelle ist. Alle Rädchen und Knöpfe funktionieren exakt. Überhaupt ist die Fuji eine Freude zu bedienen. Was eindeutig fehlt, sind Knöpfe für ISO-Einstellung und Belichtungsspeicher (AE-L). Diese Funktionen können auf die Funktionstaste programmiert werden. Leider gibt es allerdings nur eine programmierbare Funktionstaste, weshalb man entweder auf den Belichtungsspeicher oder auf die schnelle ISO-Einstellung verzichten muss.

Spaß macht der hoch ausklappende eingebaute Blitz der X-M1, den man mit etwas Gefühl zum indirekten Blitzen an die Decke halten kann. So entstehen stimmungsvolle Blitzaufnahmen. Auch eignet er sich gut als Aufhellblitz untertags, da er durch seinen recht hohen Abstand zur Objektivebene rote Augen vermeidet.

Die Kamera arbeitet ausreichend schnell, wenn auch der Autofokus nicht zu den schnellsten am Markt gehört. Hier haben Systemkameras wie die Olympus E-P5 die Nase vorne.
Wir haben an der Kamera mit dem neuen Kit-Objektiv, dem XC 16-50/3.5-5.6 O.I.S. und dem XF 35/1.4 gearbeitet. Dabei schien das Kit-Objektiv schneller zu fokussieren.

Wer auf den AF verzichten will oder via Adapter mit Leica M-Objektiven an der X-M1 manuell fokussieren will, dem hilft das Focus Peaking Feature, bei dem die scharfen Bildbereiche mit weißen Kanten hervorgehoben werden.

Die X-M1 bietet - wie auch die übrigen Fuji X-Kameras keinen eingebauten Bildstabilisator. So ist man darauf angewiesen, dass das Objektiv selbigen mitbringt, was bislang nur bei den drei Zoom-Objektiven der X-Reihe der Fall ist.

Bildqualität und High ISO

In der X-M1 arbeitet derselbe Sensor wie in der X-Pro1 und X-E1. Damit ist eine hervorragende Bildqualität mit ausgezeichnetem Dynamikumfang garantiert. Hinzu kommen rauscharme Ergebnisse bei höheren ISO-Werten. Wir haben Ihnen ein Set der gängigsten ISO-Stufen zusammengestellt. Durch Vergrößern der Fotos kommen Sie zu einer 100%-Ansicht:

ISO 200:

ISO 400:

ISO 800:

ISO 1.600:

ISO 3.200:

ISO 6.400:


Wenn es so etwas wie das Must-have-Feature 2013 gibt, dann ist dies wohl die in die Kamera eingebaute WiFi-Funktion. Damit lassen sich Fotos aufs Smartphone oder das Tablet kabellos übertragen und manchmal - wie bei der letzte Woche von uns getesteten Olympus E-P5 - auch die Kamera fernsteuern. Leider verzichtet die WiFi-Lösung der Fuji X-M1 die Fernsteuerung der Kamera. So ist eigentlich nur die Bildübertragung an ein Smartphone oder Tablet Sinn und Zweck des WiFi-Features.

Die X-M1 bietet übrigens auch eine Full-HD Videofunktion mit 30 Bildern/s.

Abschließende Gedanken:

Die Fuji X-M1 ist eine feine Kamera. Die Bildqualität ist hervorragend, die Bedienung und das Kamera-Handling ausgezeichnet. Wer diese beiden Faktoren priorisiert, wird mit der X-M1 eine fantastische tägliche Begleiterin haben. Wer jedoch häufig schnellen Autofokus benötigt oder auf einen Sucher angewiesen ist, der sollte zu einem anderen Modell in der mittlerweile umfangreichen Riege der Systemkameras greifen.

Wer es übrigens ganz kompakt haben will, sollte zum neuen Fuji Pancake-Objektiv XF 27/2.8 greifen:

 

Wenn Sie jetzt Gusto bekommen haben, hier können Sie sich die X-M1 bestellen!

Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Fotos, die wir in der kurzen Zeit mit der kleinen Fuji machen konnten:

Zum Vergrößern die Fotos bitte anklicken!


Alle Fotos (C) Wolfgang Spekner 2013




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